|
Wichtige Helferlein beim Bootsangeln |
|
|
Wichtige Helferlein beim Bootsangeln Wenn man Boostangeler beobachtet fallen einem immer zwei Extreme auf. Zum Einen diejenigen die mit Rute, Rolle und Köderbox und vielleicht noch einem Eimer ihr Boot besteigen und lostuckern und zum Anderen die "Gerätefetischisten" die erst einmal drei Stunden lang ihr Boot ausrüsten bevor es losgehen kann. Beide sind sicherlich auf ihre Art erfolgreich ein paar Ausrüstungstipps fürs Bootsangeln können aber sicherlich nicht Schaden, vor Allem wenn sie das Angeln erfolgreicher und sicherer machen. Inhalt: Schwimmwesten und Floating-Anzüge Handscheinwerfer/Taschenlampen Handy / Funktelefon Seenotsignale Schwimmwesten und Floating-Anzüge Auch auf der Ostsee und in Norwegen findet man noch Angler die ohne Schwimmweste oder Floating-Anzüge (Schwimmende Anzüge) auf z.T. sehr bewegtes Wasser hinausfahren. Doch - auch aus eigener Erfahrung - ist niemand gegen einen unfreiwilligen. plötzlichen Sturz ins Wasser gefeit. Wenn dann in der kälteren Jahreszeit sich die wärmende Bekleidung innerhalb von Sekunden in bleischwere und in die Tiefe ziehende Gewichte verwandeln kann man von einer großen Portion Glück sprechen wenn man es dann doch noch zurück ins Boot schafft. Wer dann bei Luft-Temperaturen knapp um den Gefriepunkt und Wassertemperaturen von unter 10° C nicht innerhalb von wenigen Minuten ins Boot gehievt wird wir aller Wahrscheinlichkeit sehr, sehr schnell ohnmächtig - da hilft dann nur noch eine ohnmachtssichere Weste die einen in der richtigen Position über Wasser hält. Doch selbst bei bestem Wetter auf der Ostsee schafft es niemand sich u.U. über Stunden aus eigener Kraft über Wasser zu halten - zudem helfen die oft auffälligen Farben das Auffinden der über Bord gegangenen Person.  | Automatikwesten sind siche, unauffällig und bequem zu tragen. Innerhalb von Sekunden bläst sich die Weste zu einem Kragen auf - bei Preisen ab ca. 50-60 € ein Anschaffung die sich bei häufigen Boosttouren lohnt. |  | Normale Westen sind oft auffällig und kosten nicht die Welt. Auch über einem Thermoanzug sind diese noch bequem zu tragen. Bei Preise ab ca. 25€ ein preiswertes und unverzichtbares Hilfsmittel auf jedem Boot! |  | Floating- oderSchwimmanzüge halten warm und trocken und sorgen für Auftrieb in der Notsituation. Bei Preisen ab ca. 120€ für jeden Angler der oft bei kühleren Temperaturen unterwegs ist absolut unverzichtbar! | Handscheinwerfer oder lichtstarke Taschenlampen nehmen nicht viel Platz weg und gehören auf jedes Boot. Schnell ist es geschehen - Sie möchten die letzte Beißphase noch mitnehmen und bevor der sichere Hafen erreicht ist, wird es dunkel. Selbst wer den Weg in den Hafen noch findet ist nicht davor gefeit im Dunkeln eine schlecht gekennzeichnete Reuse, ein Fischernetz oder im Wasser treibende Hindernisse zu übersehen. Auch ein entgegenkommendes Boot kann übersehen werden oder Sie übersehen - so wird aus einer verspäteten Heimkehr ein vereidbarer Seenotfall. Hinweis: Bei Kontrollen durch die Wasserschutzpolizei wird in letzter Zeit häufiger auch das Mitführen einer Taschenlampe überprüft. Heutzutage findet sich in fast jeder Familie ein Handy und wer ein solches besitzt, sollte dies bei einer Bootstour auch nie an Land vergessen. Auf dem Wasser haben Sie bis etwa 10-15 Seemeilen (etwa 18-28km) von der Küste entfernt Netzempfang. Damit läßt sich im Notfall jederzeit Hilfe herbeirufen und auch wenn es doch einmal länger als abgesprochen dauert läßt sich eine teure und aufwändige Suchaktion durch einen erklärenden und beruhigenden Anruf vermeiden. Wichtig für den Notfall ist aber, dass die entsprechenden Nummern im Handy eingespeichert sind, da in einer Notsituation kaum Zeit ist einen u.U. durchweiten Zettel zu entziffern. In den Nummernspeicher des Telefons gehören also alle relevanten Telefonnummern wie: Vermieter/ Bootsverleiher, Familie und Seenotrufnummern. Wichtige Telefonnummern sind: 0421-536870 - Seenotleitung in Bremen 124124 - Seenotruf vom Handy (funktiniert leider immer noch nicht in allen Handynetzen) Habt ihr weitere wichtige Telefonnummern die hier auftauchen sollten? Bitte sendet sie uns! Seewetterberichte per SMS aufs Handy Für einen überschaubaren Betrag besteht die Möglichkeit sich aktuelle Seewetterberichte per SMS auf jedes Handy schicken zu lassen. So sind Sie vor der Änderung der Wetterlage gewart. Einige Anbieter versenden auch aktuelle Wetterwarnungen für bestimmte Gebiete per SMS. Die Vorhersagedaten ( die Rohdaten stammen meist vom DWD oder einem anderen nationalen Wetterdienst ) werden entweder automatisch ein- bis zweimal täglich übermittelt oder können von Ihnen selbst abgerufen werden. Die Wetterdaten erscheinen dann in Kurzform auf Ihrem Handydisplay. Hier ein Beispiel: Anbieter sind z.B.: | DPØ7 Seefunk | Preise 30€ pro Saison oder 60€ pro Jahr (Stand 10/2005) + SMS-Gebühren Ihres Netzbetreibers | | P&B Informationsdienste GbR | Ab ca. 27€ pro zwei Wochen (Szand 10/2005) | WetterWelt GmbH | Abrechnung je nach gebuchtem Produkt nach verbrauchten Einheiten | Windfinder.com | Die ersten drei SMS sind kostenlo, danach Abrechnung nach gekauftem Kontingent oder ab 5,79€/Monat (Stand 10/2005) - mit Unwetterwarnung |
Nicht nur auf Küstengewässern, auch auf großen Binnenseen gehören Seenotsignale auf jedes Boot. Selbst nur 200m können in einer Notsituation schon zu weit sein und im Winter kaum aus eigener Kraft zu schwimmen. Als Seenotsignale verwendet werden rote Leut- bzw. Signalraketen, orange Rauchfeuer, eine Nebelhorn, Farbbeutel die das Seewasser großflächig färben und natürlich auch die Signalpfeife an jeder Schwimmweste. Am Besten ist eine Kombination aus optischen und akustischen Notsignalen um auf einen Seenotfall hinzuweisen und somit ergibt es sich, dass es auch sinnvoll ist, mehrere verschiedene Signalmittel mit auf dem Boot zu haben. Bitte beachten Sie: Seenotsignale dürfen nur gegeben werden, wenn Gefahr für Leib und Leben der Besatzung besteht und daher die Notwendigkeit zur Hilfe gegeben ist. In allen anderen Fällen dürfen diese oder ähnliche Signale nicht verwendet werden, um unnötige und kostspielige Rettungsaktionen zu vermeiden. Gleichzeit ist jeder, der ein Seenotsignal sieht oder empfängt, verpflichtet unverzüglich Hilfe leisten. Diese Verpflichtung zur Hilfeleistung gilt nach internationalem Seerecht jedoch nur gegenüber Menschen und nicht auch gegenüber dem in Seenot geratenen Schiff. Die Kosten für die mitgeführten Seenotsignale halten sich in Grenzen - so kosten Handfackeln etwa 7-8€, Fallschirmraketen unter 20€, Signalpistolen unter 30€ - und können im Notfall schnell Hilfe arlamieren zum havarierten Boot führen. Dieser Beitrag wird in Zukunft immer weiter vervollständigt - regelmässig reinschauen lohnt also. Sollten Sie einen Tipp oder Hinweis vermissen würden wir uns freuen, wenn Sie diesen per Mail an uns senden - er wird dann unter Ihrem Copyright hier veröffentlicht.
|