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Fische nach Maß - das Fisch-O-Meter |
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Aufgrund starker Überfischung enden vermehrt Jungtiere in den Netzen der Fischer. Hamburger Verbraucherschützer und Kieler Fischereibiologen entwickelten eine Meßlatte für ökologisch verträglichen Frischfisch den Mindestgrößen schließen eine Überfischung der Meere aus.
Maischollen sind lecker und gesund, ökologisch betrachtet hinterlassen sie aber einen fahlen Nachgeschmack. Diese kleinen Plattfische sind oft nur zwei Jahre alt, damit noch nicht geschlechtsreif und werden somit bevor sie selbst für die Erhaltungd er Bestände sorgen konnte dem System entzogen. Der Fang solcher Babyfische muß aufhören fordert die Hamburger Verbraucherzentrale zusammen mit Dr. Rainer Froese, Fischereibiologe am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, denn nur wenn sich die Tiere vermehren können, sind die Bestände langfristig gesichert.
Zusammen entwickelten er und sein Team das "Fisch-O-Meter". Dies ist ein Maßband, an dem Fischfans an der Ladentheke - oder natürlich auch auf dem Angelboot- ablesen können, ob ihr Einkauf oder Fang zur Überfischung der Meere beiträgt oder nicht.
Das Lineal zeigt Mindestgrößen für verschiedene Nord- und Ostseefische an. Werden diese eingehalten, hat der Fisch die Geschlechtsreife erreicht und sich wahrscheinlich bereits fortgepflanzt. Ein solches Exemplar können Fischliebhaber genußvoll verspeisen, und das auch noch in der Zukunft.
Testkäufe im Januar und Mai in verschiedenen Einkaufketten zeigen jedoch, dass dieser Idelfall im Handel leider die Ausnahme ist. 16 von 24 Fischen waren zu klein, darunter alle drei Kabeljaus und elf von zwölf Schollen. "Die kleinen Größen zeigen den hohen Grad der Überfischung an", erklärt Armin Valet, Ernährungsberater der Verbraucherzentrale. "Unter den sieben Heringen fanden wir nur ein zu kleines Exemplar. Die Bestandssituation der Heringe ist deutlich besser."
Die Verbraucher können beim Fischeinkauf Druck auf die Händler machen und geschlechtsreife Tiere verlangen, bei Käfigeiern hat dies funktioniert, vor zehn Jahren stammten 90 Prozent der angebotenen Eier aus Käfighaltung, heute etwa die Hälfte.
Das dringend gehandelt werden muß zeigen die Bestände in der stark befischten Ostsee aber in der Nordsee sieht es nicht besser aus. Seit den 90er Jahren liegen die Dorsch-Bestände unterhalb der Marke, bei der die Bestände sich selbst erhalten können da sonst und der Nachwuchs gesichert ist. Trotzdem wird immer weitergefischt und für 2006 wurde die Fangquote für Dorsch sogar noch um 15 Prozent erhöht. Dies zeigt, dass die derzeitige Fangqoutenregelung unbrauchbar ist und dringend geändert werden müsste. Ein Umdenken können aber nur Verbraucher und Angler erzwingen - so lange es sich wirtschatlich einigermaßen lohnt, werden die Bestände sonst ausgebeutet.
Alle Informationen finden sich im Internet unter: www.fisch-o-meter.de |